Diese Wohnung in Tallinn zeigt, was entsteht, wenn jeder Anschluss eines Innenraums mit einem Profilsystem gelöst wird: eine schwebende Gipskartondecke in der Küche, flächenbündige Türen und eine Deckenfuge im Eingangsbereich, flächenbündige Türzargen in den Gipskartonwänden des Flurs, ein LED-Profil als Rahmen der Spiegelwand im Bad und eine schlanke Aluminium-Sockelleiste dort, wo die Wände auf den Boden treffen. Eine einzige Familie von Aluminiumprofilen führt dieselbe feine, präzise Linie durch alle Räume.
Was diese Referenz zeigt – und was nicht
Diese Referenz stützt sich auf die Fotos in unserer Projektgalerie und ihre Bildunterschriften. Wir beschreiben, was jedes Foto zeigt, und erklären, wie diese Art von Detail aufgebaut ist. Wohnfläche, Budget, Bauzeit sowie die Namen von Bauherr und Planer nennen wir nicht, weil sie nicht zu dem gehören, was wir über das Projekt veröffentlichen.
Wo das konkrete Profil bekannt ist, nennen wir es. Wo nicht, verweisen wir auf die Produktfamilie, die Sie für ein ähnliches Detail heranziehen würden – und sagen das ausdrücklich.
Die Räume im Überblick
| Raum | Was die Fotos zeigen | Produktfamilie |
|---|---|---|
| Eingangsbereich | Flächenbündige Türen und eine Deckenfuge | Verdeckte Wandprofile, Deckenprofile |
| Flur | Flächenbündige Türzargen im Gipskarton | Verdeckte Wandprofile |
| Küche | Eine schwebende Gipskartondecke, in Frontansicht und in der Perspektive | Deckenprofile |
| Bad | Ein LED-Profil als Rahmen der Spiegelwand | LED-fähige Profile und Diffusoren |
| Bodenanschluss | Eingelassene Aluminium-Sockelleiste, die Wand trifft in einer klaren Linie auf den Boden | Bodenprofile und Sockelleisten |
| Sockelecke | Nahaufnahme der Sockelleiste an einer Ecke | MPA015 |
Eingangsbereich: der erste Eindruck
Im Eingangsbereich wird das System zum ersten Mal sichtbar. Das Foto zeigt flächenbündig in die Wand gesetzte Türen und eine Fuge an der Decke. In unserem Sortiment stammt diese Kombination aus zwei Familien: Verdeckte Wandprofile bilden Schattenfugen und flächenbündige Türzargen in Gipskartonwänden, und ein Schattenfugenprofil für die Decke trennt die Decke von der Wand, sodass sie zu schweben scheint.
Ziel dieser Kombination ist, dass weder die Türen noch die Decke einen sichtbaren Rahmen oder eine Leiste brauchen; die Anschlüsse sind nur durch schmale Schattenlinien markiert. Wie flächenbündige Türzargen ausgeführt werden, erklärt der Artikel verdeckte Türen und Schattenfugen.
Flur: Türzargen, die verschwinden
Im Flur zeigt das Foto flächenbündige Türzargen im Gipskarton. Bei einer flächenbündigen Zarge gibt es keine aufgesetzte Bekleidung um die Öffnung; die Zarge ist in die Wand integriert und bündig mit der Platte verspachtelt, sodass keine Leiste die Wandfläche unterbricht.
Für ein ähnliches Detail sehen Sie sich die verdeckten Wandprofile an. Sie werden vor dem Fertigstellen hinter der Gipskartonplatte montiert. ASP116 zum Beispiel ist ein 60 mm hohes Schattenfugenprofil für die Wand in silber, schwarz oder weiß. Prüfen Sie vor der Ausschreibung Maße und Oberflächen auf der jeweiligen Produktseite.
Küche: die schwebende Decke
Die Küche ist dreimal fotografiert: als schwebende Gipskartondecke, in Frontansicht und in der Perspektive. In der Perspektive verläuft die Fuge als eine durchgehende, ununterbrochene Linie entlang des Anschlusses zwischen Decke und Wand – genau das, wofür ein Schattenfugenprofil für die Decke gemacht ist.
Das Detail entsteht, indem ein Deckenprofil aus Aluminium am Anschluss befestigt wird, bevor die Gipskartonplatte fertig verspachtelt ist; sein gelochter Flansch wird in Fugenspachtel eingebettet, mit Fugendeckstreifen abgedeckt und bündig gespachtelt. Die Deckenprofile reichen von schlanken 6-mm-Linien wie AST5 und LPA126 bis zu breiteren LED-fähigen Profilen wie AST25. Die vollständige Vorgehensweise steht im Artikel schwebende Decke mit Schattenfuge.
Bad: Licht aus dem Profil
Im Bad zeigt das Foto ein LED-Profil als Rahmen der Spiegelwand. Hier erfüllt das Profil zwei Aufgaben: Es bildet den Anschluss und liefert das Licht. LED-fähige Profile haben einen integrierten Kanal für LED-Streifen und nehmen einen einclipsbaren Diffusor auf, der das Licht zu einer gleichmäßigen Linie verteilt.
Für ein ähnliches Detail in einer Gipskartonwand sind die LED-fähigen Wandprofile ASP410 (40 mm) und ASP610 (60 mm) die passende Familie; der Diffusor ASL302 ist für beide als kompatibel angegeben. Positionen von Netzteilen und Revisionsöffnungen müssen geplant werden, bevor die Wand geschlossen wird, und Elektroarbeiten dürfen nur von einer Elektrofachkraft nach den örtlichen Vorschriften ausgeführt werden. Mehr zu Nassräumen im Artikel Schattenfugenprofile im Badezimmer.
Boden und Sockel: die letzte Linie
Auf Bodenhöhe zeigen die Fotos eine eingelassene Aluminium-Sockelleiste, an der die Wand in einer klaren Linie auf den Boden trifft, sowie eine Nahaufnahme der Sockelleiste an einer Ecke. Das Eckdetail zeigt MPA015, eine aufgesetzte Aluminium-Sockelleiste mit nur 6,6 mm Höhe.
| MPA015 | Laut Katalog |
|---|---|
| Typ | Aufgesetzte architektonische Aluminium-Sockelleiste mit verdeckter Befestigung |
| Höhe | 6,6 mm |
| Länge | 2600 mm |
| Oberflächen | Silber, weiß, schwarz oder auf Anfrage jede RAL-Farbe |
| Material | Aluminium |
Bei dieser Höhe wirkt die Sockelleiste wie eine feine Linie statt wie eine Leiste – mit demselben zurückhaltenden Charakter wie die Deckenfugen darüber. Eine bemaßte Zeichnung finden Sie auf der Produktseite.
Was das Projekt über die Arbeit mit einem System zeigt
Einige Erkenntnisse lassen sich auf jedes Projekt übertragen, das durchgängig mit Schattenfugenprofilen arbeitet:
- Eine Formensprache. Deckenfugen, Türzargen, Sockelleisten und LED-Linien wirken alle als feine, präzise Linien. Die Räume gehören erkennbar zusammen, ohne dass überall dasselbe Detail wiederholt wird.
- Eine Ausschreibung. Decken-, Wand-, Boden- und Sockelprofile, ihr Zubehör und die Diffusoren stammen aus einem Sortiment. Das hält Planunterlagen und Bestellung einfach.
- Eine Entscheidung zur Oberfläche. Die Standardoberflächen hängen vom Profil ab, meist pressblank, silber, schwarz oder weiß; die meisten Aluminiumprofile lassen sich auf Anfrage in jeder RAL-Farbe pulverbeschichten. Wer die Oberfläche einmal für den ganzen Innenraum festlegt, erhält einheitliche Linien.
- Frühe Planung. Jedes eingespachtelte Detail musste entschieden sein, bevor die Platten fertig verspachtelt wurden, denn die Profile werden vor dem Spachteln und Streichen der Fläche montiert.
Händler, die ein solches Komplettsystem in ihrem Markt anbieten möchten, finden alles Wichtige zum Partnerprogramm. Architekten, Planer und Verarbeiter können eine kostenlose Musterbox anfordern, um Profile und Oberflächen in die Hand zu nehmen.



